Unabhängig davon, ob identifizierbare genetische Gemeinsamkeiten der Deutschen noch vorhanden sind, wie eine bestimmte Anthropologie behauptet, oder ob wir lediglich Kulturgemeinschaft sind, die in größerer Nähe oder Ferne zu anderen steht – “wir sind ein Volk”.
Links ist u.a., den eigenen common-sense-Gewissheiten nicht zu trauen, sondern nahezu jede nicht hinterfragte Mehrheitsüberzeugung, jede aufsteigende Regung, die einen mit der Masse verbinden könnte, zu dekonstruieren.
Wir Weitgereiste wissen doch, dass wir alle – rechts, links, unpolitisch – woanders die Fremden sind. Dass wir in der Fremde uns fremde Völker und Nationen erleben. Viel früher als der zivilgesellschaftliche Antirassismus, der von Völkern nicht reden mag, bringt Karl Valentin auf den Punkt, was für alle gilt: “Fremd ist der Fremde nur in der Fremde.” Aber da ist er es dann auch.
Dort, wo es in für jeden Menschen wesentlichen Punkten (Sprache, Mythen, Bräuche, Reproduktion, öffentliche Usancen) nicht so ist wie hier, ist er – der Fremde: Der, der erst einmal nicht dazu gehört, der hofft, dass man ihm mit Freundlichkeit und Interesse begegnet, ihn wenigstens duldet. Wir sehen angesichts bestimmter kultureller Manifestationen hier das Unverständnis in den Augen von Touristen oder kürzlich Zugereisten und wir wissen, dass wir ähnlich aussehen, wenn wir in eine entfernte Gegend reisen.
Die Touristen hier und wir Touristen dort haben eine gemeinsame Identität: Wir sind Fremde.
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Die Linkliste wurde erneut geändert. Diesmal gibt´s keine weitschweifige Begründung. Nur soviel:- Die Auswahldifferenz bleibt interessant/uninteressant, nicht: korrekt/unkorrekt, links/rechts, gut/schlecht, fortschrittlich/reaktionär oder irgendeine andere.
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