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Archive for Februar 2011

Die Wut des arrivierten Linksradikalismus´ gegen die 89er-Bürgerrechtler (bspw. Hacks´ Vorschlag einer Guillotine auf dem Leninplatz für sie und ihre angeblichen Kollaborateure; auch die Spießer-Begeisterung für den entsetzlich dummen Schernikau gehört hierher) entspringt dem totalitären Impuls des Umerziehers, eines Menschen, der immer schon genau weiß, was jetzt gerade nottut. Im Bunde mit der geschichtlichen Wahrheit wütet man gegen alle, die nicht mitziehen wollen hin zum „ganz Anderen“, sondern die Möglichkeit der Demokratie – zu ihres eigenen Lebens Vorteil – noch ein paar Jahrzehnte zu nutzen gedenken.
Weil man ahnt, dass man als Hamburger Feinschmecker mit Deutschland-Hass und auch als Antifa-Töchterchen glorreicher DDR-Intelligenzija im Vergleich zu einem Menschen, der in der Diktatur des realexistierenden Sozialismus´ gelitten hat und heute von Hartz IV lebt, moralisch nicht die besten Karten hat, hat man als Kerngeschäft „emanzipatorischer Kritik“ die Witzereißerei gegen schlechte Klamotten und dialektbehaftete Sprache gewählt. Antinational, antideutsch oder sonst etwas: – das schlechte Gewissen lässt einen wieder und wieder am Erscheinungsbild oder der mangelnden Sprachkompetenz herum mäkeln. (H. L. Gremliza bspw. hat in den ganzen Jahrzehnten seiner linken Geschichte ja überhaupt nichts anderes gelernt, als Rechtschreibfehler seiner Gegner zu erkennen.) Merkwürdig, wie sehr im Angesicht des Feindes wieder Sekundärtugenden und die Reinheit der Sprache des so tief gehassten Landes hervorgeholt werden.
Die Prügelgruppen der Antifa – gerade die im Osten – kultivieren sowieso schon seit Jahren ihre Verachtung der „Zone“ und seiner Bürger – „Kühe, Schweine, Ostdeutschland“, rufen diejenigen, die außerhalb einer Großstadt längst lebensunfähig sind. Sie verunsichert dabei nicht, dass es dem „meist schnauzbärtigen ostdeutschen Pöbel“ (J. Wertmüller) zu verdanken ist, dass sie heute Musikrichtungen hören können, die auf „-core“ enden. Nicht auszudenken, was mit ihrer heiß geliebten „emanzipatorischen Party“ geworden wäre, hätten sich ihre Gremliza, Hacks und Schernikau durchgesetzt. Nun ja, sie werden das dialektisch sehen. Wie immer, wenn die Logik sie mit der Nase auf eine Erkenntnis stoßen will.

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Die Adorno-Linken „emanzipatorischer“ Bauart sind – so fortschrittlich sie sich geben mögen – im schlimmen Sinne hinter der Zeit. Sie gehen davon aus, dass alle so ticken wie sie, so altertümlich theorieschätzend, ernstnehmerisch, alles zerdenkend. Ihre Theorie schließt die untheoretische Lebensführung von vornherein aus – für die kleinen Leute: Weil sie – per kapitalistischer Tauschgesellschaft – der verhängnisvollen Identitätslogik unterworfen seien, deren Gebrauch ja eine Theorieleistung sei; für die Reichen: Weil diese ein Interesse daran haben müssen, dass Menschen auf den Leim anderer Theorien gehen und also Theorie-Propagandisten in eigener Sache sind; für die Intellektuellen: Weil sie in der Alternative schuldig/unschuldig dadurch stehen, dass sie entweder Kritik verteidigen, oder aber irgendeine bürgerliche Legitimationstheorie vertreten, die sowieso nur Verblendung, Kulturindustrie und was sonst noch ist.

Noch der bekennend unpolitische Nicht-Leser ist ihnen theorie-affin dadurch, dass er sich angeblich gegen Theorie entschieden habe.
In ihrem Universum kommt nicht vor, dass man sich – per Güntherschem Rejektionswert – gegen die ganze Alternative theoretisch/nicht-theoretisch entschieden haben könnte.
Das könnte liebenswürdig schrullig sein, wenn sie nicht eben die gesellschaftliche Wirklichkeit mit der Wucht ihrer Besserwisser-Theorie modeln wollten. So aber zwingen sie zum Bekenntnis und stehlen uns die Zeit, weil wir Möglichkeiten zu suchen gezwungen sind, unseren nun wirklich reaktionären Bedürfnissen nachgehen zu können.

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Ich würde gern diesen oder jenen „Begriff stark machen“, hören wir in linken Plena oder Diskussionsrunden.
Beachte: Es heißt nicht, „…mich für diesen Begriff stark machen“, stärken will man den Begriff selbst, damit er gegen andere seiner Art gewinnt. In der dann folgenden Erläuterung putzt man ihn schön heraus, damit andere Teilnehmer seine Stärke bewundern und annehmen können. Es fällt auf:

1. Die Perspektive des eigenen Selbst auf das Thema gibt es im geäußerten Text nicht. Warum ich diesen Begriff für gut halte bzw. warum die Sache ihn zu erzwingen scheint, ist nahezu unwichtig. Der Begriff soll sich anpreisen als einer, der die anderen fertig macht.

2. Der Begriff, der stark gemacht wird, gerät quasi zufällig in diese Lage. Nicht vertraut man darauf, dass der rechte Begriff sich schon finden wird, nein: Irgendetwas Äußerliches an ihm hat beeindruckt, etwas, dem man Performance-Qualitäten im Diskurs zutraut, bspw. dadurch, dass es sich anderswo schon als schlagkräftig herausgestellt hat.

3. Ist der Begriff stark genug, bedarf seine Benutzung kaum noch der Rechtfertigung. Innerhalb eines bestimmten Kontextes ist er dann der Platzhirsch und nur noch schwer angreifbar.

Es geht um bessere Manipulationsmöglichkeiten; nicht um Trennschärfe, Redlichkeit, Schönheit des Ausdrucks, sondern um die Überwältigung des Gegners. Ist der Begriff erst stark genug, wird er alles können.

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Schlechte Laune – die Arbeitskritik des dummen Kerls.

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Geht es nach Familienministerin Kristina Schröder, sollen Initiativen gegen Extremismus, die Staatsgelder für ihre Arbeit erhalten, in Zukunft eine sog. Anti-Extremismusklausel unterschreiben.
Dieser Blog erhält zwar keine staatlichen Zuschüsse (und das ist auch gut so!), steht inhaltlich in jedem Falle aber gegen politischen Extremismus. Nur konsequent also, dass sich sein Betreiber der Anti-Extremismusklausel des Bundesfamilienministeriums anschließt. Der 13. Februar, an dem sich die Feinde der Freiheit in Dresden ihre traditionellen Scharmützel liefern, bietet sich dafür besonders an.

Da das ganze hier ein Ein-Mann-Projekt ist, also keine weiteren Organisationen bzw. Referenten tätig werden, ist nur der erste Teil relevant:

Hiermit bestätigen wir, dass wir

  • uns zu der freiheitlichen demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland bekennen und
  • eine den Zielen des Grundgesetzes förderliche Arbeit gewährleisten.

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Wie wird mir denn? Jüngere Männer, die mir sonst wegen ihres merkwürdigen bis monströsen Äußeren auffallen

– Insignien subkultureller Jugendlichkeit: Baggypants, Kapuzenjacken, Lippenpiercings, Sonnenbrillen im Winter, Haare über beide Augen, Lidschatten und Kajal in Massen, Metallkugeln in den Wangen, dicke Goldketten, Fleischtunnel, Kinderjeans, offen gezeigte Unterhosen –

sehen plötzlich ganz normal aus:
Himmelblaue, weiße, gestreifte Hemden sieht man an ihnen, gut sitzende dunkle Hosen, geputzte Schuhe. Und all das steht ihnen eigenartig gut.
Was ist denn nur los? Ah natürlich, sie gehen zu einer Bad-Taste-Party.

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Anton Bruckner – III

Vielleicht kommen Erich v. Dänikens Astronauten ja noch einmal zurück.
Schließlich haben sie damals verabsäumt, sich auf der Erde genauer nach Musik zu erkundigen. Zwar hat man ihnen viel erzählt über das, was auch Krach macht, aber weder Sprache noch Geräusch ist, doch eine wirkliche Vorstellung konnten sie sich damals nicht von ihr machen. Nach ihrer Landung treffen unsere grünen Männchen nun ausgerechnet auf Sie und Sie müssen Auskunft geben: Was ist Musik und was kann sie?
Machen Sie es sich einfach – wählen Sie die drastische Variante! Spielen Sie dem Extraterrestrischen die Aufnahme von Bruckners 8. Symphonie unter Christian Thielemann vor.
Unser Freund aus dem All wird begreifen, was Sie mit Musik meinen oder er hat den ganzen langen Weg umsonst gemacht.

Ein Eindruck vom Beginn des Finales (allerdings mit den Berliner Philharmonikern):

P.S.: Mag sein, dass einiges von dem, was Thielemann die Staatskapelle Dresden spielen lässt, so nicht in Bruckners Partitur steht (ich sage nur: Scherzo!). Der Meister muss es vergessen haben. Christian Thielemann hat das Verdrängte ausgegraben. Wie gut, dass wir ihn haben.

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