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Archive for Februar 2013

Niklas Luhmann verteidigte einst die Zeitung gegenüber dem Fernsehen. Beim Fernsehen müsse man da und aufmerksam sein, wenn eben jetzt das gesendet wird, was ein anderer bestimmt hat; beim Lesen sei das anders. Nun konnte man auch schon zu Luhmanns Zeiten Fernsehbeiträge mitschneiden, musste also eigentlich nicht just in time sehen. Luhmann hat trotzdem recht: Ist das Fernsehen gegenüber der Zeitung etabliert, stellt sich auch die Kommunikation auf Fernsehzeitverhältnisse um – wer am nächsten Morgen mitreden will (und das muss er, will er zum Gesehenen überhaupt mitreden, denn am Abend kommt ja wieder etwas Neues), der muss am Abend sehen, ob er nun mitschneidet, oder nicht. Zeitungen erheben überhaupt nicht den Anspruch, dass am nächsten Morgen über einzelne Beiträge diskutiert wird. Wer sich über Zeitungsartikel austauscht, ist eher in der Mittel- bis Langfristperspektive der Kommunikation zu Hause (ausgenommen die fernsehähnlichen Meldungen: „Wir waren Papst“ bspw., bei denen es aber auch reicht, sie „gesehen“ zu haben).

Die e-mail konnte ich bis vor kurzem in umgekehrter Richtung benutzen: Sie hat mich vom just-in-time-Zwang des älteren Telefons („ruf mich an, wenn du was weißt“) erlöst. Kein Stottern mehr, kein Erröten, kein Luftschnappen, kein Improvisieren von Entscheidungen. Ich konnte davon ausgehen, dass von den mich interessierenden Personen ein, zwei Mal pro Tag der Posteingang gecheckt wurde. Die (Re)aktionszeiten wurden je persönlich festgelegt: Jeder konnte kürzer oder länger überlegen, ob und wenn ja wie er antwortet. Niemand wurde vom Medium gegängelt: Eine weitgehend selbst dosierbare Aktualität hat uns die e-mail geschenkt. Nicht zu vergessen auch die herrliche Notlüge, man hätte irgendetwas nicht bekommen (Spam-Filter, irgendwie verlorengegangen, Tippfehler…). Empfangsbestätigungen waren im privaten Verkehr unüblich.

Diese Errungenschaft wurde durch SMS und Facebook wieder abgebaut. Nun muss (!) man wieder antworten, d.h. jede Verzögerung wird erneut begründungsbedürftig. Zwar: Immer noch kein Luftschnappen und Erröten, aber durchaus wieder sachfremde Improvisationen.

Vieles wird schlechter.

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Neulich (oder vor vielen Jahren? Ach, was ändert sich da schon…) äußerte sich ein psychisch recht instabiler Vertreter des antideutschen Spektrums in seiner Rede mehrfach über Kräfteverhältnisse:
Die anderen auf der Gegenseite seien lächerliche 20 Mann gewesen, lustig sei es gewesen, diese krakeelen zu hören, doch gegen die eigene Aktion seien diese Dummköpfe nicht angekommen. Ein paar Sätze später wird heroisch der eigene Widerstand beschworen: Auch wenn es nur 20 Mann seien, solle man die erwähnte Schweinerei nicht unbeantwortet lassen und gefälligst dies und das (Kundgebung, Demo, Blockade…) organisieren. Und er konnte das ganze auch andersrum: Keinen Hund hätten die anderen mit ihrem Kram hinterm Ofen hervor gelockt. Schließlich seien die meisten Leute ja nicht blöd. Aber auch: Die eigene Aktion war ein voller Erfolg, eben gerade weil sie so gar nicht massenkompatibel gewesen sei; wären mehr Teilnehmer gekommen, hätte man sich schon Gedanken über den eigenen Anspruch machen müssen.

Der Gegner ist stark und schwach, man selbst ist stark und schwach. Bei uns sind Stärke und Schwäche gut, beim Gegner sind Stärke und Schwäche schlecht. Das ist doch nicht einmal mehr durch Dialektik gedeckt, oder? Was ist hier los?

Lassen wir mal den Günter Maschke antworten, Renegaten haben ja meistens den Finger drauf: „Es zeichnet totalitäre Verfolgungssucht aus, den Gegner als erbärmlich schwach und zugleich als ungeheuer gefährlich darzustellen.“ (20)

Aktuell trifft es die „Identitären“, deren Zugehörige unglaublich gefährlich und doch bloß ein paar jungsche Hanseln sein sollen, die außer Herumhampeln nicht viel auf die Reihe kriegen. Sie teilen mit ihren Altersgenossen die Liebe zu dummer Musik, setzen sich Masken auf und stören in Kurzaktionen linke bzw. zivilgesellschaftliche Veranstaltungen. Für Otto Normalantifa sind sie gefährliche Nazis, pubertäre Spinner, schockierende Tänzer, professionelle Dilettanten, viel gefährlicher als die oldschool-Nazis der Freien Kräfte und absolut nicht ernstzunehmen.

Vielleicht kann man Maschke verallgemeinern: Die Unlogik selbst als Indiz für unbedingtes Rechthaben-Wollen zeigt den Totalitarismus – komme ich mit einer Einschätzung nicht durch, versuche ich’s mit deren Negation. Es ist wie in dem schönen Satz von Peter Hacks, der eine Protagonistin sagen lässt: „Erstens ist alles gar nicht wahr und zweitens petzt man nicht.“

Maschke, Günter: Der Tod des Carl Schmitt: Apologie und Polemik. Karolinger, Wien 1987

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Konsens bei den Fortschrittlichen im Lande: Die Technik ist nicht schuld. Technikkritik ist konservativ, deutsch, tendenziell faschistisch. Sicherlich, es gebe schlimme Auswirkungen technischer Erfindungen, doch die Verantwortung dafür trügen nun mal die Menschen, die sich in bestimmten gesellschaftlichen Verhältnissen so und nicht anders verhielten.

Nun sind unsere modernen Aufgeschlossenen aber selbst mit sich uneins: Amerika empfehlen sie den Verbot von Schusswaffen, gäbe es diese nicht mehr frei zu kaufen, würde auch die Zahl der Getöteten sinken. Ach, die Schuld hängt jetzt doch am Ding? Und ich dachte, das Verhalten der Menschen sei das Problem, nicht die Waffe als solche? Das sei ja nun spitzfindig, wendet man mir ein, eine Waffe gäbe es nur zum Töten. Und überhaupt: Ich solle doch bitte nicht mit so abseitigen Beispielen kommen.

Beim Auto ist wieder alles in Ordnung:
Die Verkehrstoten gehen aufs Konto der mangelnden Vorsicht der Leute beim Fahren; wer in Analysierlaune ist, führt die vielleicht noch auf die kapitalistische Arbeitshetze zurück, dann ist aber auch Schluss. Keinesfalls wohnt der Form dieses Fortbewegungsmittels als solchem die Zerstörung inne.
Zwei meiner Kollegen im Gespräch: Man möchte sich den Spaß am Autofahren nicht durch Automatikgetriebe verderben lassen. In ihrem engeren Umfeld ist die erwachsene Tochter einer Kollegin bei einem Frontalzusammenstoß getötet worden. Die Chefin dieser Kollegin hat nach einem Unfall längere Zeit im Koma verbracht. Der Sohn einer Putzfrau ist in psychologischer Behandlung, weil er einen Menschen angefahren hat; dessen Prognose ist noch unklar.

Man muss sich eben vorsehen.

Ich gucke verwundert. Sie gucken verwundert zurück. Ein Lachen löst alles auf – ich bin eben der Öko. Dass ich manchmal so begriffsstutzig bin, wird mir nicht weiter übelgenommen.

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Wer alte Leute nicht anfassen mag, solle doch bitte nicht in den Berufen von Altenpflege und -betreuung arbeiten, spricht die große Naomi Feil eine Binsenweisheit gelassen aus. Zureichendes Eingehen auf die Bedürfnisse alter Menschen kann auf Berührung nicht verzichten – sanfter oder entschiedener, wie es die Alltagsverrichtungen körperlicher oder seelischer Art verlangen.

Muss man damit rechnen, dass sich die schwer ageistische pc-Wut, die, vom empfindlichen Gemüt der Redakteurin eines ausgemachten Tittenblattes entzündet, durchs Land tobt, bis ins Altenheim vordringt? Ich denke nicht. Frühere Befürchtungen in dieser Hinsicht waren wohl übertrieben.
Denn noch für die sensibelsten FrauenLesbenTransgenderQueer sitzt dort der Ausschuss der Menschheit: autoritäre, anale Zwangscharaktere, deutsche Täter und von Selbstbestimmung weit und breit keine Spur. Kein Menschheitsteil von Interesse.

Zwar lässt sich das „Aufschrei“-Gedöns knapp und präzise als „junge, starke Frauen gegen verknöcherte, alte Säcke“ beschreiben. Das Thema „Alter“ wird somit durchaus berührt, wenn die journalistische Bande dem Ressentiment gegen Brüderle freien Lauf lässt. Es nützt ihm nichts, dass er nur auf eine Beleidigung der Reporterin erwidert hat. Er ist und bleibt der alte Sack und dessen Bemerkung gegenüber einer ausgekochten Journalistin macht uns alle irgendwie zu – Inderinnen.

Und doch: Damit „alte Säcke“ auch als sexistisch markiert werden können, müssen sie ihren Denkapparat im Griff haben, was man von der Mehrzahl der Altenheimbewohner ja nicht wird behaupten wollen. Zudem: Die Himmelreichs in den Komfortzonen der Welt müssten sich dafür interessieren, dass es diese Menschen gibt und dass gut sein könnte, sie kommunikativ an der Gesellschaft teilhaben zu lassen. Das per Twitter aufschreiende Publikum tut dies aber nicht. Es besteht aus starken Menschen; die kämpfen mit harten Bandagen um Einfluss. Dabei geht es dann bspw. um eine Frauenquote für Vorstand und Aufsichtsrat. Sehr hübsch. Und sehr luxuriös.

Also: Wir brauchen vorläufig keine Angst zu haben, dass das segensreiche Konzept der Basalen Stimulation von Fröhlich und Nydahl als übergriffig diskreditiert wird. Die, denen wir mit dessen Anwendung wohl tun wollen, sind nicht zuletzt durch die Vorkämpfer_innen von Freiheit und Selbstbestimmung längst aus der Menschheit ausgegliedert worden.

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Pendant zum Sexismus: Einst bestand Rassismus darin, Menschen rassisch abzuwerten, danach war Rassismus, sichtbare Unterschiede im Erscheinungsbild von Menschengruppen auf Rassen zurückzuführen (1. Stufe: Es galt als Dummheit, so zu reden. 2. Stufe: Es galt als böse, so zu reden.), heute ist Rassismus, die genannten „sichtbaren Unterschiede“ überhaupt zu sehen.
Die abgewichsten Fortschrittler wollen, das wir unseren Augen, Ohren und Händen nicht mehr trauen, Hautfarben nicht mehr wahrnehmen.
Schwarze oder weiße Haut ist für jeden erkennbar; nicht jeder erkennt jedes schwarz als schwarz oder jedes weiß als weiß und jede der vielen Zwischenstufen als eine solche – aber er erkennt Farbunterschiede, die er zur Beurteilung des Gegenübers einsetzen darf und sollte wie die Form von dessen Mund.

Es muss uns nicht wundern, dass der metaphysische Krimskrams und der gnadenlose Wahrheitsterror, mit denen uns völlig aus dem Ruder gelaufene Naturwissenschaften, Philosophie und Soziologie peinigen, dazu führt, dass immer mehr Leute nichts mehr erfahren wollen und dass nicht wenige, denen Erfahrung sich geradezu aufdrängt, die Sinne vor ihr verschließen.

Dass „Grün“ erregende bis liebliche Qualitäten haben, drückend bis frühlingshaft wirken kann, muss bei der exakten Fassung seines Wesens – ein durch Wellenlänge und Frequenz wohl definierter Bereich – zum Verschwinden gebracht werden.
So werden Farben plötzlich gleich, sie alle sind ja Wellenlänge und Frequenz. Und seit Jahrtausenden ist bekannt: Wo alles gleich ist, ist alles tot. Im „unmarked space“ (Spencer Brown), im unterschiedslosen Raum, wo nichts diskriminiert wird, ist eben Seiendes überhaupt nicht, sondern vielmehr – nichts.
So gerne wollte man hinter dem Spuk, zu dem man die Phänomene gemacht hat, das wirklich Neue schauen und entdeckt doch nur immer wieder – Zahlen. Die sind überprüfbar und berühren niemanden.

Das wollen wir nicht mitmachen – wir wollen frohgemut Differenzen in den Raum semmeln, in den wir gestellt sind und sind gespannt auf das, was passiert. Wir wollen noch etwas erfahren – die Phänomene wollen wir retten. Martin Wagenschein schreibt:
„Phänomene können nicht mit schon isoliertem Intellekt, sie müssen mit dem ganzen Organismus erfahren werden. (…) Auch auf höheren und späteren Stufen der Abstraktion muss der Durchblick und die Führung mit den Phänomenen und der Rückweg zum Umgangssprache [sic!] immer offengehalten werden.“

Wollen wir Gewissheit jenseits der Naturwissenschaft, dann philosophieren wir aus dem, was wir selbst sind – unserem spürbaren Leib.

Ist nicht merkwürdig, dass ein katholischer Blogger sich über das Dahinter-Denken aufregt? Ist für ihn dahinter nicht ganz klar – Gott? Sicherlich, nur Gott ist nun mal niemand, dessen Wesen entlarvenden Bemühungen grundsätzlich offensteht. Zumindest für einen Katholiken nicht.

***

Ich will enden mit drei Absagen an den Verdacht. Sie stammen von Philipp Poisel, dem alten Goethe und Niklas Luhmann:

Wer braucht schon Worte, wenn er Hände hat, wenn er Hände hat zum fühln…

Man suche nur nichts hinter den Phänomenen: sie selbst sind die Lehre. (93)

Und was steckte dahinter? Gar nichts!

Goethe, Johann Wolfgang: Maximen und Reflexionen, dtv, München, 2006

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In der Nähe des Anfangs der Emanzipation vom Geschlechterzwang machten mehrere Leute die Beobachtung, dass Frauen vieles von dem, was bisher nur Männer taten genauso gut bzw. besser konnten. Frauen sollten fürderhin in diesen Hinsichten mit den Männern völlig gleichberechtigt sein.
In einem nächsten Schritt sollte es nichts mehr geben, was Frauen nicht so gut wie Männer und auch nichts, was Frauen besser können. Beobachtete man quantitative Unterschiede bezüglich einzelner Tätigkeiten, dann lagen denen die Kriterien einer patriarchalen Gesellschaft zugrunde, waren somit ungültig. Doch es gab durchaus noch Männer – das waren nämlich die, die so untaugliche Kriterien zum Zweck des eigenen Machterhalts produzierten.
Heute wird die Geschlechterdifferenz selbst zur Disposition gestellt. Es muss etwas hinter der Unterscheidung von Geschlechtern und ihrer hartnäckigen Behauptung liegen, meint Queer und kommt auf „Macht“. Das ist so süß harmlos und sich logisch torpedierend (denn dann wird die Bezeichnung „Männer“ ja lediglich durch „Machthabende“ ersetzt), dass man sich fast schon wieder gutmütig zurück lehnen könnte.

Und doch: Ich trauere dem Differenzfeminismus hinterher – Frauen waren einst anders als Männer.
Frauen sollen heute exakt das gleiche können wie Männer, sollen sich genauso anziehen, auf keinerlei geschlechtsspezifische Verhaltensweisen wert legen, ihr Gefühlsleben soll vom männlichen nicht abweichen (alles andere wäre Benachteiligung). Weist jemand auf körperlich erfahrbare Unterschiede hin, wird er mit dem Schlagwort „soziale Konstruktion“ abgespeist: Nichts ist Deine Erfahrung wert, Du bist von der Gesellschaft reingelegt worden.

Einst waren Frauen anders, mussten sich also durchsetzen und das sie Ausmachende in die Waagschale der Auseinandersetzung werfen. Mit der damit einhergehenden latenten Männerfeindlichkeit konnte ich gut leben. Warum führen wir uns auch so auf? Jetzt hauen die Frauen eben zurück. Geschieht uns ganz recht.
Es war doch offensichtlich, dass Frauen anders aussahen und der
Differenzfeminismus wollte uns Männern beibiegen, dass wir das gefälligst zu akzeptieren hätten und dabei nahelegen, dass unsere Lebensqualität Nutzen davon haben könnte, solche weiblichen Qualitäten zu würdigen.

Doch nun: Ich kenne keine Geschlechter mehr, ich kenne nur noch Menschen!
Jedes Schwulencafe‘ wird von bizarr angetunteten Heten verstopft, die unglaublich lieb zueinander sind, einander ausreden lassen und dauernd anfassen müssen. Sie denken, die Frauen (ja, merkwürdig: die Queer-Bubies scheinen zu erkennen, was Frauen sind) mögen das und leider haben sie damit recht.

Und alle, alle fragen sich: Was steckt dahinter? Männer und Frauen, das kann doch nicht natürlich sein?! Wir sind doch alle Menschen und sollte ich nicht auch alle Menschen lieben können – ganz ohne Vorbehalt und Diskriminierung? Sicherlich, irgendetwas wird man schon ohne jede Unterscheidung anfangen können – Liebe wird es nicht sein.

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Das ist es nicht, es ist ganz anders. Ich weiß selber nicht genau, wie, doch viel eher stimmt das Gegenteil von dem, was man so denkt. Nein, nein, es mag so aussehen, aber es ist doch nichts anderes als…
Die sinnliche Erfahrung täuscht dich, frag lieber die Wissenschaft. Die Wissenschaft täuscht dich, sie ist interessengesteuert, konsultiere die „unterdrückten Ansichten“, ich kann dir ein paar Broschüren von einem totgeschwiegenen Verlag mitbringen – da liest du mal ein paar Gegenthesen zur „herrschenden Meinung“.

Was steckt dahinter? So fragen sich v.a. die, die nicht einmal die Oberfläche zureichend zur Kenntnis nehmen können oder wollen. Leider, leider gehören wir selbst viel zu oft zu dieser Gruppe.
Das nützliche „Glaub nicht alles, was man dir sagt“ wird zum „Glaub nicht einmal das, was du siehst“. Sollen wir uns denn mit dem Schein zufrieden geben? Muss nicht Denken in die Tiefe dringen? So schnell kann man aufs Glatteis geführt werden durch Manipulation. Hätte man sich doch an das gehalten, was die Wissenschaft durch Messung am toten Objekt herausgebracht hat, man müsste sich jetzt nicht auslachen lassen für seine Naivität.

Natürlich, das ist einerseits der nützliche Zweifel der Wissenschaft. Es ist aber auch newspeak. Und wer die funktionell notwendige Zweifelei der Wissenschaft auf andere Bereiche des Lebens ausdehnen will (= ihre Differenz wahr/falsch anderen Teilsystemen oktroyieren will), wird Schiffbruch erleiden. Liebe kann sich kaum mit Erforschung des Partners begnügen, sie wird vertrauen müssen.

Aber wenn wir überall nur Offensichtliches registrieren, werden wir dann nicht Gefangene der Situation – werden wir dann nicht Tiere?

Demnächst mehr.

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