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Archive for the ‘Musik’ Category

Nachts auf dem Weg nach Hause. Vorbei an einer Kleingarten-Siedlung. Hinter der sauber geschnittenen Hecke: laute Party; eine lustig bunte Lampionkette ist an der Laube befestigt.
Einige der Gäste werden tanzen, andere über Arbeitsscheue wettern, die dritten fordern, dass man bei Nazis und Kinderschändern kurzen Prozess machen sollte. Wieder andere werden einander bestätigen, dass sie in der DDR jedenfalls genug zu essen hatten (obzwar sie auch jetzt keinen gänzlich unterernährten Eindruck machen) und die Gruppe da hinten ist schon bei Trinkspielen mit kleinen Flaschen angekommen.
Musik: „Die Toten Hosen“. Ah, das passt.

Der Zurückgebliebene kratzt sich am Kopf: Die „Toten Hosen“ sehen sich noch heute als Punks, mithin als Leute, die „ihr eigenes Ding machen“, Konventionen gering schätzen und ein eher lockeres Verhältnis zu Recht und staatlicher Gewalt pflegen. Ganz so „fast“ leben sie nicht und „young“ sterben können sie auch nicht mehr, dennoch: Sie sind gegen Nazis, deutschen Ordnungssinn, trinken durchaus Bier und spielen schnellen, gepflegten Deutschrock, in dem sie die üblichen Wahrheiten der „Progressiven“ verkünden: Saufen gut, Nazis schlecht, Vorurteile blöde, Liebe ’ne gute Sache, Jugendgewalt Reaktion auf soziale Probleme, Heuchelei echt übel, Fußball olé olé olé, oft geht’s im Leben schief, aber wir steh’n immer wieder auf….

Kleingärtner als inkarniertes Spießigkeitsklischee müssten mit der Unterminierung ihrer Ordnung der Dinge ein Problem haben, Wühlmäuse sollten nichts gegen es sein. Haben sie aber nicht. Sie müssten linksradikale Umtriebe wittern, tun sie aber nicht. Wenigstens einer von ihnen könnte doch das Gesungene mit dem eigenen Leben vergleichen und gewisse Diskrepanzen feststellen?! Aber warum sollte er, bloß weil irgendein Verrückter des vergangenen Jahrtausends nicht mehr mitkommt, sich dafür aber schwer reaktionär vorkommt, wenn er in der Postmoderne der Moderne nachtrauert.
Ja, auch die Postmoderne kennt Gärten in der Stadt und deren Pächter sind – im Rahmen der guten Sitten – genauso ausgeflippt wie die Ehemals-Punks, sie schätzen den Suff, die Partyübertreibung, bunte Haare und sexuelle Freizügigkeit.

Wer jetzt irgendwen auf irgendwas festlegen will -bspw. darauf, dass das zustimmende Gegröhle von der Schönheit des In-den-Tag-Hineinlebens sich doch auch irgendwie in der eigenen Lebensführung niederschlagen müsste- wird, wenn er überhaupt noch verstanden wird, sicherlich mit dem Kult-Einwand abgespeist: Alles so schön verrückt hier, aber eigentlich sind wir anders; das Peinlichste ist das Beste, hier lacht der Linke über den Judenwitz und der Konservative singt Ernst Busch. Das ist doch das Tolle, mach dich locker, guck mal über’n Tellerrand, sind hier nicht alle so verbiestert logisch wie Du!

Nun denn, um den Wahnsinn auf den Begriff zu bringen, reden wir – systemtheoretisch – von „Ausdifferenzierung“; Spenglerianer dürfen Oswalds Kulturen-Tafeln zu Rate ziehen und an deren jeweiligen Enden nachlesen, wie es Zivilisationen (= den Verfallsformen der Kultur) so ergeht: „starrer Formenschatz“, „Ohnmacht“, „Massenwirkung“, „provinziales Kunstgewerbe“, „geschichtsloses Erstarren“, „langsames Heraufdringen urmenschlicher Zustände in eine hochzivilisierte Lebenshaltung“ (ab S. 70).
Alles geht deshalb so wunderbar glatt und andererseits herrlich durcheinander, weil alle Beteiligten die Technik des geschmeidigen Systemreferenzwechsels gelernt haben. Sie wissen nicht nur, wann sie gezwungen sind, sich unterzuordnen und wann, wo sie locker sein dürfen, sondern – viel wichtiger – wo und wann Übertreibung geregelt geboten ist und wann es cool ist, gehorsam zu sein.

Je starrer die Lebensführung wird, desto mehr will man sich von einst nicht-traditionalen Kulten ausborgen. Würde man sich Existierendes, noch Fremdes nicht aneignen wollen, hieße das ja, Grenzen anzuerkennen, zu wissen, wo der eigene Bezirk aufhört, der des anderen beginnt. Doch jede Grenze wird hier einfach verlacht, nicht einmal angegriffen. Wer Grenzen zieht, will anderen etwas verbieten, ist mindestens Spaßbremse, wahrscheinlich aber Faschist.

Spengler, Oswald: Der Untergang des Abendlandes: Umrisse einer Morphologie der Weltgeschichte, dtv, München, 1988 (9. Auflage)

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Man darf diesen Gedanken in diesem Land nicht vorbringen, er findet sich auch in keinem Feuilleton, kein Musikwissenschaftler traut sich, ihn zu äußern. Unreflektiertes Feiern überall.
„Zitternd vor Kühnheit“ möchte ich ihn dennoch aussprechen:

Der Antisemitismus Wagners lässt sich nicht von seiner Musik trennen.

Das ganze Land schwelgt in Walkürenritten, ventiliert Leitmotivtechnik und Tristanakkord – doch: Hier stehe ich, ich kann nicht anders. Vom NS will man in diesem Staat ja nichts mehr hören, da soll wenigstens eine Stimme Einspruch erheben:

Wagner war ein Antisemit.

Mir ist klar, dass jetzt ein Sturm der Entrüstung losbricht. Gerade jetzt: Wehret den Anfängen!

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Hier und jetzt geschieht das Große, das, was uns übersteigt, gegen das wir kleine Würmchen nur sind. Wie froh wären wir, für dieses Große einen bescheidenen Beitrag leisten zu können. Hoffentlich werde ich nicht von Erschütterung überwältigt.

Wer kann in dieser Zeit noch so denken und empfinden?
Hingabe, Ergebung, Überwältigtsein, bedingungslose Hochschätzung – das alles wird der Überredungskunst von Nazi-Ästhetik zugeschlagen.
Man könnte sich -Spenglers Diagnose unseres Zeitalters im Hinterkopf- damit arrangieren, träten an deren Stelle nüchterne Überlegung, Prüfung aller Aspekte an einer komplizierten Sachlage, Vorsicht im Abwägen. Doch triumphieren: Respektlosigkeit, dümmliches Gewitztsein und die Generation für Generation durchtradierten Floskeln aus dem Elternhaus über die komplett egoistischen Menschen, die immer schon falsch waren – verkündet von Leuten, die Wälzer über Steuerspartricks fast auswendig hersagen können.

Wer gilt dieser Zeit als der Gute?
Die Helden der Neuzeit kämpfen nicht mehr gegen das Böse, sondern gegen den Dreck (allgemein: der Großstadt, spezieller: der Kriminalität); die Jugendkulturen nach ’45 wollen nicht mehr geistige Wirkung in die Gesellschaft hinein, sondern zielen auf Provokation von allem, was nicht so ist wie sie. Muten Hängengebliebene ihnen das Eintreten für bestimmte Ziele oder auch nur die Begründung ihres eigenen So-Seins zu (das kann einer linken Jugendkultur auch durch einen orthodoxen Marxisten widerfahren, der meint, dass man seine Lebenskraft doch für etwas Wichtiges und Großes einsetzen müsse), wird ihnen bedeutet, sie verstünden gar nicht, worum es ginge.
Hingerissen-Sein ist ihrem Leben dysfunktional, es würde sie der schnellen Reaktion auf echte oder vermeintliche Angriffe berauben.
Beim großen Feuerwerk lacht die Jugend über die in den Himmel starrenden Menschen: „Toll, ’ne Rakete!“.
Es gibt nahezu kein Sinn mehr für musikalische Wucht. So wird nicht-elektronische Musik für den Konzertsaal (= „Klassik“) von jungen Leuten zunehmend pauschal als überkandidelt, peinlich gestelzt empfunden. Sie hören keine unterschiedlichen Stimmungen mehr (traurig, fröhlich, kraftvoll, tänzerisch, edel, vulgär…). Hören sie Geigen und Blechbläser, dann ist das für sie eine Art alter Film und damit eine Mischung aus langweilig und traurig. Nicht wenige Leute, sogar jenseits der 30, sind mir begegnet, die schlimmsten, nervtötenden Techno als zum Tanzen anregend empfanden, einen Strauß-Walzer allerdings als getragen, allzu feierlich und sehr bald als deprimierend.

Nirgendwo macht diese Nivellierungswalze halt: Wer dem Staat freiwillig dient (weil dieser womöglich gar eine Idee verkörpern könnte), sich an Vorschriften und Verkehrsregeln hält, ist dumm, wer an Liebe glaubt, naiv, wer eine Idee für größer hält, als sein eigenes kleines Hirn, ist schuld an zukünftigen Gemetzeln. Meine Güte, als ob es jenseits des Islams und psychischen Störungen noch Fanatismus gäbe…
Das Große, Schöne, das Erhabene, vor dem man vergehen will, kurz: das, womit man nicht fertig wird, hat nicht einmal mehr eine Jugendbewegungsnische.

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Woher kommen Melodien? Letztlich aus der Erfindungskraft des Volkes. Auch und gerade im Absetzen von Volksmelodien kann der Volkston erhalten bleiben. Es gibt noch eine volksspezifische Art, sich anti zum Volk zu verhalten.
Luhmannisch gesprochen: Volk hat fast die Besonderheit von „Welt“ und „Sinn“, nämlich unterscheidungslos gebaut zu sein, keinen Gegenbegriff zu haben. Und das verweist auf die krasse Tragik, wenn man von jeder Volkszugehörigkeit ausgeschlossen ist; dies entspricht dem Sinnverlust in der Demenz, bzw. dem Weltverlust eines Menschen in Isolationshaft. Der Demente und der durch Isolationshaft Gefolterte sind darauf angewiesen, dass jemand „da draußen“ mit großer Anstrengung Sinn bzw. Welt für ihn wiederherstellt oder auch nur fingiert. Der aus dem Volk Gefallene oder Gestoßene muss sich jede einzelne Selbstverständlichkeit, ohne die Alltag nicht lebbar ist, neu erfinden.
„Im Begreifen des Todes tritt das Medium Sinn in Widerspruch zu sich selbst“ sagt Niklas Luhmann irgendwo in „Die Religion der Gesellschaft“ (erwähnt bei Bardmann/Baecker, 11).

Zurück zu den Melodien: Man spürt -immer noch, trotz allem!- intuitiv, was die Melodie meint, dass sie auf etwas und nicht selten sogar: worauf genau sie in uns zielt. Das naive Volkslied mit den wurschtigen Dreiklängen hält die einfachen und starken Gefühle bereit; der Kunstliedkomponist präsentiert uns eine Beobachtung zweiter Ordnung: Was, wenn alles ganz anders wäre?, so nervt er uns durchaus berechtigt. Dieses Nerven führt zu Kunstgenuss. Auch seine Parodie des Volkstons muss eben dieses Volksmelodiematerial und nicht irgendetwas parodieren; wenn sie gut ist, hat ihr Schöpfer den ganzen Geist der Melodie in sich aufgenommen und nimmt erst hernach -wie immer kritisch- Stellung zu ihr.
Selbst heute noch hört man der Melodie meist an, ob sie reine Überlieferung ist, von Künstlern schon verarbeitet wurde oder direkt vom Fließband der Musikindustrie kommt. Noch der antinationalste Kritiker in unseren Breiten wird sich spontan auf tonale Melodien (laut Alban Berg wird „tonal“ von den Meisten nur im Sinne von Dreiklangsmelodik verstanden, 306) und einfache, geradttaktige Rhythmen beziehen und nicht auf Fernöstliches, Pentatonik, Vierteltöne oder nicht taktgebundene Musik. Er ist so aufgewachsen, das heißt: nicht anders. Er fühlt den Volkston.

Bardmann, Th. M. und D. Baecker: „Gibt es eigentlich den Berliner Zoo noch?“: Erinnerungen an Niklas Luhmann, UVK, Konstanz, 1999

Berg, Alban: Was ist atonal?, S. 297-306 in: Glaube, Hoffnung und Liebe: Schriften zur Musik, Reclam, Leipzig, 1981

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Die nachromantische Symphonie: ein mehr-Gänge-Essen, den Exaltiertheiten der Postmoderne näher als das intensive Nachschmecken der Aromen eines einzigen guten Naturprodukts. Wahrscheinlich hat beides seine Berechtigung und sicher ist es auch (!) eine Altersfrage, wie die Beurteilung darüber ausfällt, was Musik soll.

Wer eine einzelne gute Wurst oder einen guten Käse verspeist, wird „nach innen“ schmecken müssen, wenn er etwas davon haben will. Er kann sich nicht darauf verlassen, dass unterschiedliche Texturen, Aromaklassen, ja sogar Temperaturen ihn in den Genuss führen. Er muss viel geben, um viel zu empfangen; er ist nicht der Typ, der sich bei virtuosen Pauken vor den harmonischen Schwierigkeiten, die drumherum produziert werden, abduckt. Er kann nichts zurück gehen lassen, um es mit den Beilagen vom Hauptgericht zu versuchen, er muss sich einlassen auf das, was nun einmal im Mund ist – oder eben ausspucken.

Ein Orgelstück von Sigfrid Karg-Elert hat viele Eigenschaften einer guten Wurst: Musik in erfreulich unepischer Form, Musik auf engstem Raum – „knappe(n), aber scharfe(n) Bilder“ (68), die die Aspekte einer Gestalt angeben und nicht ein Getümmel von Schemen bieten. Wir haben hier die Logik der Klänge selbst, nicht die eines äußeren Geschehens wie in der Symphonie mit ihrer Kampf-, Verzweiflungs- und Siegmetapherei. Dort fragt man sich ja manchmal: Wozu Trompeten und Posaunen und Hörner, wo das Stück doch schon in C-Dur ist?
In Karg-Elerts Stücken wird man meist von allzu eindeutiger Tonalität verschont, freilich auch von eindeutiger Zwölftönerei oder Atonalität. Guter Wein schmeckt selten nur nach Trauben, man muss schon etwas in ihm entdecken können. Ein flacher Wein lässt sich durch ein Zitronenscheibchen am Glasrand nicht verbessern – es gibt eine Logik der Sache, eine Gestaltlogik. Eine bestimmte Würze drängt zu einer bestimmten Konsistenz und diese wiederum weist viele Zutatenkombinationen als unmöglich ab.

Karg-Elert schenkt uns mit den künstlichsten Mitteln die Erfahrung dessen, was gut, einfach und schön ist.

Schinköth, Thomas: Sigfrid Karg-Elert und seine Leipziger Schüler, von Bockel Verlag, Hamburg, 1999

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Aug´ in Auge

Die kleine Sekunde, der Halbtonabstand, bildet beim Zusammenklingen beider Töne eine harte Dissonanz. Sie ist das durch Un-Proportion Proportionierte, der Abstand, aus dem sich keine Abstände mehr bilden lassen. Sie ist das Festnageln, der Kontingenzvernichter.
Ihr entspricht die direkte räumliche Konfrontation. Der Angreifer springt auf uns zu oder stellt sich wenigstens ohne Lücke vor uns. Distanz, die Passen ermöglicht, ist nicht vorgesehen, von Schicklichkeit ist nicht die Rede. So hart wie ein plötzlich auftauchendes Fahrzeug oder Baum, so schrecklich nah wie die Schrankkante, an der man sich stößt, ist die kleine Sekunde. Zu ihr kann man sich nicht stellen, sie hat sich längst zu einem gestellt; harmonische Betrachtungen fallen schwer. Kontingenz (hier: das hörende Besetzen von Zwischenstufen in einem weiteren Intervall) ist unmöglich geworden durch die Wucht des Anpralls. Zwei Wesen stehen hier schroff gegeneinander. Unmittelbare Nähe ist terrornah.

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war ein Buchtitel zu DDR-Zeiten. Das Bedürfnis, das sich in deutscher Modelektüre um 1800 zeigt, ist seitdem stärker geworden.
Wie muss heutzutage ein Roman / Musikstück / Theaterstück… beschaffen sein? Ich sag´s Ihnen: lakonisch, zärtlich, abgründig, anrührend, traurig, witzig, ordinär, voll schwarzem Humor und großer Ernsthaftigkeit, beängstigend erwachsen und jugendlich unbekümmert, randvoll gefüllt mit Philosophie und Zoten.
Das Publikum erträgt fast nur noch kulturelle Produkte mit der Anmutung einer Mahler-Symphonie. Alle wollen sie das aufregende Durcheinander, die heftigste Anspannung, den Parforce-Ritt. Wenn es partout einmal ruhiger zugehen soll, darf es der Spaziergang nicht sein, es muss wenigstens zum Hindernis-Lauf kommen. Und im Musikantenstadl gibt es Schlagzeug, Elektronik und die üblichen dummen Beats.
Dass das Traurige und das Witzige einander tatsächlich ausschließen könnten und nicht immer schon zur Tragikomödie oder zur bad-taste-party zusammengewuchert sein müssen, ist immer weniger Leuten vorstellbar. Als mitteleuropäisches Weichei ohne Kriegs- ja meist sogar ohne Wehrdiensterfahrung, das sonst schon nichts zu bewältigen hat, erträgt man eben wenigstens die ungenießbare Pampe.

Nur noch die Vorstadt-Prolls scheinen sich 1:1 amüsieren zu wollen, sie ziehen sich zur Party gut an und tun Dinge, die sie für vollständig erstrebenswert halten. Der Rest treibt Kritik und goutiert die bitterböse Hassliebe (von Kreisler, Heller, Thomas Bernhard oder irgendeinem x-beliebigen Liedermacher). Der Ruf nach Ordnung aber, die Suche nach dem unverseuchten Guten, dem von Dauerdistanzierung Verschonten, die Freude an der ganz einseitigen Darstellung (für das Gute, gegen das Schlechte!) – all das ist schon faschistisches Bedürfnis.
Allen alles sein? Paulus hat die Argumentationsform seinem Publikum angepasst, doch nicht um Grenzen zu verwischen, sondern um eines wohldefinierten Zieles, „um des Evangeliums willen“. (1. Kor. 9, 19-23)

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