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Posts Tagged ‘Realpolitik’

Die Generationen kommen und gehen im Gnadenhof. Gestern schaute der brave Soldat Schwejk wieder einmal vorbei und guckte sich ein paar der Viecher aus, die er, nach ein paar Fälschungen und Umbauten irgendwelchen Prolltrotteln als Pitbulls unterjubeln will. Ein wenig hat er da den Trend unterschätzt – nein, nicht dass Promenadenmischungen jetzt gefragter wären, das nicht. Wohl genährte, muskulöse Kuschler mit geschlechtlicher Mehrdeutigkeit stehen seit einiger Zeit höher im Kurs, als die Beißer. Der Markt wird’s ihm schon beibringen.

Da hinten läuft ein missmutiger Hundepfleger. Der ist hier schon seit Jahren als Ehrenamtlicher für die Bespaßung der Meute zuständig, damit sie in den engen Grenzen des Hofes nicht durchdreht. Er hat mit ihnen rumgetollt, ist wohl auch mal vors Tor mit ihnen gezogen. Womit haben Sie’s ihm gedankt? Anfangs mit Gekläff und Schnappen, am Ende mit Ignoranz. Er hatte sich das so schön gedacht: Die Welpen sollten die Alten unterhalten und diese den Jüngeren ein paar Tipps fürs echte Leben geben. Doch was ist das Ergebnis? Die Jungen waren in kurzer Zeit so bräsig geworden, dass man sie nicht mehr guten Gewissens zu den Alten sperren konnte. Das muss er sich nicht mehr antun. Ein paar Kunden werden es schon bedauern, wenn er sich aus dem Staub macht. Um ihn selbst ist ihm nicht bange, er hat schon eine vage Ahnung, wo er unterkommt. Die Welt ist groß. Er ist zu jung fürs Aufhören, aber zu alt für Gnadenhöfe. Betreuung macht ihm viel Freude, aber Hunde müssen es nun weiß Gott nicht mehr sein.
Zum Abschied hinterlässt er einen Zettel, mit dem Messer an einen Baum gepinnt:
„Ich für meinen Teil bin jetzt mit den Viechern fertig“.

***

Ich wünsche allen ein harmonisches 2014 und ein schönes Leben in bester körperlicher und geistiger Gesundheit.

Holger

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Das auf Straßengangster gemodelte HipHop-Nölbrötchen will Anerkennung (vulgo: Respekt). Meine schwulen und lesbischen Brüder und Schwestern wollen sie gar vom Staat – dafür, dass sie ebenso wertvolle und großartige Dinge tun (nämlich: Zusammenleben) wie die neben ihnen herlaufenden Heten. Sie wollen anerkannt werden gerade in ihrem So-Sein, nicht als selbstverständlich hingenommen, nein: anerkannt. Weshalb nur?
Liberal ist das nicht. Wäre man das, wäre man darauf bedacht, in Ruhe gelassen zu werden, nebeneinander her leben zu können, Anerkennung also nur von dem zu erwarten, den man ihrer Spendung für wert hält. Meine Nerven – zu meiner Zeit („Opa erzählt vom Krieg“) haben Punks darauf geschissen, von denen, die sie anschnorrten, anerkannt zu werden. Heute soll der gebefreudige, aber gerade auch der ablehnende Bankangestellte ein irgendwie warmes Gefühl zum Ausdruck bringen für den wunderbar ollen, bunten Suffpunk, sonst heult der sich in der nächsten Obdachlosenzeitung gleich wieder aus über die Kälte der modernen Gesellschaft.
Refugees, die die Linke (egal welcher ideologisch differenzierten Herkunft – heute sind wir alle wieder AntiRa) in diesem Lande pauschal welcome heißt, vermissen den Respekt – nur merkwürdigerweise suchen immer mehr ihn in ausgerechnet diesem Land, wo ein solcher Mangel an Anerkennung herrschen soll.

Ich erkenne weder den Bombenleger, den Kleinkriminellen, den Islamisten, noch den Steuerhinterzieher oder den Dorfnazi in ihrem So-Sein an. Und ich wünsche nicht, von ihnen anerkannt zu werden. Sie alle sollten sich Anerkennung von ihresgleichen beschaffen – oder sich eben ändern. Von mir kann man die Einhaltung der Gesetze erwarten, nicht mehr, nicht weniger.

Mit sich modifizierendem Sinn fürs Private (hören Sie diesen Fortschrittler dazu) steigt offenbar das Bedürfnis dafür, nun von allem und jedem, der einem so auf der Straße oder im Web entgegenkommt, anerkannt zu werden. Einst gab es uns und die Anderen. Wir achteten auf uns und waren uns gut, die Anderen sollten unbedrängt ihr’s machen dürfen, auf ihre Weise:- vielleicht war die ja besser als unsere, mit Sicherheit aber ihnen angemessen, sonst hätten sie sie ja nicht gewählt. Doch wer werden wollte wie wir, musste Farbe bekennen, eine Zeitlang dabei sein, etwas bieten und war eines Tages – anerkannt.

Nur in einem Klima, in dem reflexartig alles Abweichende immer schon anerkannt wird, kann bspw. ein solch alberner Gedanke, der Neubau einer Moschee hätte irgend etwas mit bunt-toleranter Vielfalt zu tun, überhaupt entstehen. Keine Frage: Wer Abweichendes nicht existieren lassen will, gehört in die Schranken gewiesen. Nur: „Anerkennung“ ist nun einmal nicht ohne Inflationierung der Sache hinter dem Begriff und den Verlust jeder Art von (Selbst-)Achtung forderbar, sie ist eine Kategorie freiwilliger Gewährung von und für Kleingruppen.

Arnold Gehlen diagnostizierte das Problem schon recht früh unter den Oberbegriffen der „Hypermoral“ und „Moralhypertrophie“ (183). Was in kleinen, überschaubaren Zusammenhängen aus Gründen funktioniert, funktioniert aus eben diesen Gründen in großen nicht. Eine „Mehrheit moralischer Instanzen“ (38) ist für eine Mehrheit von Lebenslagen zuständig, nicht eine Instanz für alle.
Nur in einem Umfeld, in dem man für Anerkennung tätig zu sein hat, in dem sie also recht schnell versagt werden kann und in dem sie von bestimmten für bestimmte Menschen in bestimmter (und nur dieser!) Hinsicht erwiesen wird, können sich Menschen gedeihlich entfalten. Der Staat ist kein Freundeskreis, das Wohngebiet keine Familie.
Das miese Kalkül des Humanitarismus wird von Arnold Gehlen 1969 so beschrieben:

Die Handlungen und Gedanken der Menschen, ihre Bosheiten, Tugenden und Laster, Künste und Spiele, Klugheiten und Narrheiten – nichts wird von der Geltung ausgenommen, außer allein die Behauptung und Haltung, die erkennen läßt, daß irgendetwas nicht gelten soll – wer das sagt, hat „Vorurteile“ und kommt nicht in Betracht. Der politische Nutzen dieses Ethos ist eklatant, er besteht in der Chance, vom künftigen Sieger verschont zu werden, wenn man es ihm beibringen kann; über den unmittelbaren Kassennutzen braucht man kein Wort zu verlieren.

(143f.)

Wenn die Welt nun schon einmal so ist wie sie ist, dann sollten wenigstens die Falken nicht noch ihr schlechtes Gewissen und die Tauben ihre Mordlust hätscheln (vgl. 143, 102).

Gehlen, Arnold: Moral und Hypermoral – Eine pluralistische Ethik, Athenäum, Frankfurt am Main und Bonn, 1969

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Europa sei doch so viel mehr als der Euro und die ohne Zweifel bedauerlichen Schwierigkeiten, die jetzt auf wirtschaftlichem Gebiet in der Eurozone bestimmend sind.
So argumentieren merkwürdigerweise gerade diejenigen, die Merkels Satz „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa.“ dauernd im Munde führen. Einmal ist also Währungspolitik völlig unbedeutend (Kunst! Frieden! Aristoteles! Aufklärung!), das andere Mal hängt an einer Währung Europa selbst. Ja, was denn nun? Wenn sie einmal ökonomisch werden wollen, reden sie läppisch von der Erleichterung für Touristen, die bei europäischen Auslandsreisen nun nicht mehr Geld tauschen müssten. Meine Güte! Die Schöngeister aus dem Feuilleton könnten doch bitte das tun, wovon sie etwas verstehen: Uns von Aristoteles berichten und aufzeigen, dass Völkerverständigung, Frieden, Handel gerade nicht an einer gemeinsamen Währung hängen. Und wenn sie gewitzt wären, könnten sie sich bemühen, gerade in dieser Zeit ein gänzlich anderes Bild von Europa zu zeichnen, länderübergreifende Koalitionen von Menschen vorzustellen, denen dieser ganze Wachstumskram zum Halse heraus hängt und die nicht wollen, dass ganz Europa so arbeitsam unentspannt wie Deutschland in die Zukunft hetzt.

Aber nein: Ökonomisches Desinteresse, zugegebene oder geleugnete Unkenntnis, Stolz auf mathematische Unbildung, aber massenhaft guter Wille und Friedensliebe prägen das Klima, in dem vom Euro gesprochen wird.
Über ökonomische Themen soll man mit ökonomischen Argumenten reden. Frieden, wachsender Wohlstand und Handel in Europa können mit einer gemeinsamen Währung nichts zu tun haben, wie die vergangenen Jahrzehnte deutlich zeigen. Man muss nicht AfD-Sympathisant sein, um wahrzunehmen, dass selten nach 1945 so viel Hass und Zwietracht auf unserem Kontinent herrschten, wie nach der Einführung einer gemeinsamen Währung.

Wie könnte man über den Euro substanzhaltig streiten? Das wird nicht ohne die „Theorie der optimalen Währungsgebiete“ abgehen und da wird man auf historische Vergleiche von Währungsunionen nicht verzichten können. Dem von sozial-links vorgebrachten Gedanken, eine Wiedereinführung der D-Mark würde wegen des massiven Aufwertungsdrucks den deutschen Export extrem beschädigen und so Arbeitsplätze kosten, ließe sich von neoliberal-rechts mit historischen Beispielen begegnen, dass die DM gegenüber Südwährungen mehrmals stark aufgewertet hätte, die Exporte aber keineswegs in ähnlichem Umfang eingebrochen wären. Dies könnte seinerseits wieder von links durch besondere historische Umstände, die beizubringen wären, erklärt werden.
So ähnlich könnte es gehen, aber nein: Redet man über die Euro-Krise ist heute die Rede von „unserer besonderen historischen Verantwortung“ und dem „sensiblen deutsch-französischen Verhältnis“.

„Europa ist so viel mehr als nur der Euro.“ heißt in gutem Deutsch: „Ich habe keinerlei Ahnung von Währungspolitik und bin stolz darauf.“

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Mit den Jungs im allzu engen Märchenwald.
Es war schwer, sie mal zusammenzubringen, immer stromern alle an unterschiedlichen Enden herum. Man glaubt gar nicht, wie weitläufig so ein enger Wald sein kann. Ein großer Graben taucht auf. A bemüht sich, B und C, die etwas schwach auf den Beinen sind, zu überreden: „Dahinter wird’s erst richtig schön. Das schafft ihr schon. Ist doch für uns alle besser, wenn wir hinter dem Graben vereint die liebliche Landschaft erkunden können. Dieses ewige Klein-Klein hier, das haben wir innerlich doch längst hinter uns gelassen.“
D, der alte Schwarzseher, warnt: „Jeder sieht doch, dass der Graben zu breit ist. Hört doch auf mich! Was um Himmels willen ist denn hier so unerträglich, dass es einen solchen Sprung ins Ungewisse rechtfertigt? Habt Ihr hier drüben schlecht gelebt?“ A schimpft ihn einen Reaktionär, der einfach nicht weiterdenken könne und wolle, der die Zeichen der Zeit nicht erkannt habe, der den Menschen ihr Recht auf eine liebliche Landschaft vorenthalten wolle.

B zögert, tritt auf der Stelle, C richtet den Blick auf die liebliche Landschaft hinter dem Graben, der jetzt wie ein Abgrund wirkt. „Natürlich – Vorwärts! Schluss mit mit dieser Beschränkung auf unseren Wald, wir müssen nur alle Kräfte anspannen!“ B springt und landet im Graben, C ihm nach, er kann sich mit den Händen am gegenüberliegenden Rand festkrallen und strampelt aus Leibeskräften. Beide schreien herzzerreißend. A, der Macher blickt um sich und sucht, alle verfügbaren Kräfte zu sammeln. Merkwürdigerweise kommt er auf D. Der rodet gerade ein Stück des Waldes, wer weiß, was der damit schon wieder will.

„Wir müssen helfen. D, was ist?! Mach mit! Du kannst Dich doch nicht verweigern. Ja, ja, sicherlich, der Sprung war falsch. Aber jetzt sind doch wir alle gefordert! Es geht doch um uns, als Gemeinschaft, die Gemeinschaft aller Waldbewohner! Wenn einem der Sprung nicht glückt, geht Dich das genauso an, wie ihn selbst! Wir, wir …. wir alle sind doch der Märchenwald….“

D kratzt sich verwundert am Kopf und überlegt, ob es in diesem Wald vielleicht noch ein paar andere, weniger verrückte Bewohner geben könnte.

***

Am 22. September ist Bundestagswahl. Im Gegensatz zu früher gibt es diesmal keine Wahlempfehlung. Vielleicht nur eins: „Alternativlos“ ist in der Politik überhaupt nichts. Wer Alternativlosigkeit für eine eigene politische Entscheidung reklamiert, will sie als gottgegeben verkaufen; er handelt im schlimmen Sinne anti-politisch und will das, was Politik ausmacht, die Suche nach Alternativen, ihre Implementierung, Prüfung, Verwerfung oder Weiterverwendung, suspendieren. Es kann nie schaden, nach Alternativen Ausschau zu halten.

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man weiß ja nie genau, wann die Krise zurückkehrt, ob und wenn ja wann sie so richtig schlimm wird, dass Ihr noch einmal etwas zu tun kriegt.
Wenn Ihr also anfangt zu planen, könntet Ihr es da so einrichten, dass alles ein wenig nach Porto aussieht?

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Ich würde mich verpflichten, meine subversive Tätigkeit gegen Eure Gesellschaft auf ein kaum mehr wahrnehmbares Minimum zu beschränken, wenn Ihr mir diese hübsche blau gekachelte Hütte da im Vordergrund mit dem durchgehenden Balkon anweisen würdet.
Ach, Ihr hattet gar nicht vor, neue Sachen zu bauen, sondern gedachtet, vielmehr alles so zu übernehmen, wie es ist? Und dieses Häuschen da habt Ihr auch schon für Euch und die verdientesten Genossen der Revolution reserviert? Dachte ich’s mir doch.

„Der Kampf geht weiter.“

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natürlich können Sie nichts für die Projektionen, die die Bagagen von ganz links und ganz rechts mit Ihnen veranstalten. Freiheitskämpfer, Hochverräter … In Wirklichkeit sind Sie ein Computerbastler, der auch so aussieht und vermutlich schwer darunter litt.
Die Mädchen wollten keinen mit der Ausstrahlung „gut in Mathematik“ und so beschlossen Sie, Gernegroß, ein bissel mitzuspielen in der weiten Welt der hohen Politik, die für Sie wie für jeden Dummbratz hüben und drüben aus ganz, ganz viel undercover besteht. Über ihren Geheimnisverrat haben Sie einen größeren Haufen humanitäre Soße gekippt. Nun ja, wer’s mag. Nun aber ist dieses ganze Spiel nicht so gelaufen, wie Sie sich das vorstellten und man ist Ihnen auf die Schliche gekommen. Sie wollten weg und hofften auf die Solidarität der Welt, die ebenfalls annehmen sollte, dass Geheimdienste keinerlei geheime Sachen machen, sondern Musterbeispiele basisdemokratischer Transparenz abgeben müssten. Zumindest die Computerknallos aus aller Herren Länder mit ihrem aufgeblasenen Individualitätspathos und dem Graswurzelgedöns „viele Kleine gegen mächtige Apparate“ sind ja tatsächlich auf Ihrer Seite:- sie haben so gar nichts zu verbergen und das darf um Gottes Willen niemand wissen.
Und jetzt kommt der Übergang von lächerlich-naiv zu scheußlich-erbärmlich.
Unter anderen diese Länder der so richtig freien Welt kamen in die engere Wahl für Sie, nachdem die finstere USA und der Polizeistaat UK die Freiheit so übel aufs Spiel gesetzt hatten: China, Polen, Kuba, Venezuela, Ecuador. Schließlich wählten Sie Russland, das Land, in dem ein albernes Präsidentenfake pro Tag vier Wunder mit freiem Oberkörper vollbringt und im Übrigen drei mal pro Woche Schwule von der hernach dreckig grinsenden Polizei zusammengeschlagen werden. Das wird Ihr demokratisches Bedürfnis befriedigen – für freien Datenverkehr und den Schutz elementarer Bürgerrechte ist Russland seit Jahren, was sag ich, seit Jahrzehnten bekannt.

Sie armer Irrer haben mir gefühlte fünftausend NSA-Witze beschert, einer schaler als der andere. Das können Sie nicht wieder gutmachen.
Aber versuchen, Snowden, könnten Sie’s.
Wissen Sie was? Geh’n Sie kacken auf dem dreckigsten Klo, das Russland zu bieten hat und kommen Sie da möglichst lange nicht mehr raus. Lassen Sie den Laptop vor der Tür und nehmen Sie sich halt ein wenig Lektüre mit: Carl Schmitt würde ich vorschlagen oder Oswald Spengler.

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Was haben wir wieder gelacht über die dumme Schnarchnasen-Angela, für die das Internet „Neuland“ ist. Und dann vereinnahmt sie auch noch „uns alle“. „Für uns alle Neuland“ – haha die ist ja gut.
Kann ja sein, dass sich Mutti und ihre grauen, langweiligen Buchkonservativen mit der bunt-kreativ-anarchischen Welt nicht auskennen, doch wir, ha, wir können zwar keine Zeile Goethe auswendig, aber wir „zocken“, chatten und labern in Foren jedermann mit unserer Allerweltsmeinung zu – wir sind ganz vorne dran.

In der Tat, vornehmlich die Medienvolltrottel können sich erregen über die Kanzlerin, die selbstverständlich völlig recht hat.
Dieses neue Medium, mit dem die Verblödung in bisher ungeahnte Höhen treibt, ist für die Mehrheit der Leute nicht länger als 20 Jahre – für die meisten allerdings erst seit wenig mehr als 10 Jahre verfügbar.
Das ist neu, allerdings. Es sei denn, man gehört zu den Hohlbratzen des Fortschritts, denen die Kohle zum day trading fehlt und die deshalb an jeder technischen Neuerung ein paar Sekunden nach Einführung herumspielen müssen.
Neu, weil durch andere Medien nicht erfordert, ist der spezifische Umgang mit Datenschutz, neu sind die Probleme der flächendeckenden Gewährleistung der Versorgung, gänzlich neu ist die andere Form von Rechtssicherheit. Und ja: All das sind Probleme, um die sich Staaten und ihre Regierungen kümmern müssen.

Natürlich sind es nicht die Probleme der Knöpfchendrücker, Quatschprogrammierer und App-Fetischisten, die mit der begeisterten Werbung für Netzkrimskrams die Welt jeden Tag ein bisschen schlechter machen. Aus der Tatsache, dass sie sich als Konsument eine einfachere Sicht auf die neuen (!) Techniksachen leisten können, folgern sie, es könne gar keine andere Sicht als diese beschränkte geben.
Jede RTL 2- Unterschichtenfamilie ist ein angenehmerer Umgang als diese dressierten Cyber-Affen.

Auch und gerade als jemand, der publizistisch nichts geworden ist und sich deswegen hier austoben muss, rufe ich in die Runde:

Internetpack, Du stinkst!

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