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Posts Tagged ‘Stoff’

Erster Aufhänger:
Sie als FAZ-Leser kennen so gut wie ich diese wunderbaren Grafiken im Wirtschaftsteil. Sie überbrücken uns Statistik-Freaks die Zeiten zwischen den Wahlberichterstattungen. Die Einkommensbalken sind immer etwas Besonderes: Die Redaktion hat sich da mit heißem Bemühen vorgenommen, die Realität abzubilden und beginnt die €-Achse links mit einem ihrer Meinung nach quasi irrealen Lohn von 1000 €. Ich komme in keiner dieser Berichterstattungen über ost-/west-/gesamtdeutsche Einkommensverhältnisse vor.
Nein, ich will hier nicht den allzu klapprigen Verelendungsschimmel reiten. Dieses Land kennt wirkliche Armut nicht, soweit ist den FAZ-Leuten zuzustimmen. Und doch ist es bizarr, wie eine zahlenmäßig gar nicht kleine Gruppe von Menschen von einem bestimmten gesellschaftlichen Subsystem vollständig abgelöst wird.
Eigenartig: Auch den Zahlenleuten der FAZ könnte der Effekt „Im Durchschnitt war der Teich einen halben Meter tief und trotzdem ist die Kuh ersoffen“ bekannt sein. Das heißt, wenn der Durchschnittsverdienst der letzten Jahre in Deutschland zwischen 2500 und 2700 € brutto lag, ist es (gerade im Angesicht der doch immerhin diskutierten Managergehälter plus Boni) leicht crazy, die unteren Gruppen bei 1000 € beginnen zu lassen.

Zweites Beispiel:
Nun purzeln nicht nur in meinen facebook-account immer öfter Ankündigungen für irgendwelche Kundgebungen, Demonstrationen, Veranstaltungen zum großen Thema Arbeitszwang, Verdichtung der Arbeitszeit, burn out, neoliberaler Umbau des Arbeitsmarktes. Wir wollen nicht meckern: Die Linke bemüht sich wenigstens, etwas vom realen Leben mitzubekommen. Aber leider: Weit und breit kein knarziger Kämpfergewerkschafter mit Riesenpranken plus Pfeffer-und-Salz-Bart und gleichfarbigem Jackett. Die habermasianische Zivilgesellschaft (= die klugsprechenden Leute) sorgen sich um die work-life-Balance, das war’s auch schon. Und so sehen dann auch die Illustrationen der Kampfaufrufe aus: Eine Frau liegt wie tot auf dem Boden eines Büros ausgestreckt, ein Banker rennt mit fliegender Aktentasche dem burn out entgegen, eine Frau verzweifelt (= Gesicht in den Händen vergraben) vor einem Computerbildschirm.
Damit ist der linke Widerstand glücklich im FAZ-Wirtschaftsteil angekommen: Wenn dessen Journalisten keine Lust auf die Wendung „zur Arbeit gehen“ haben und auch „morgens früh aufstehen“ schon zu oft vorkam, wird dort vom „Weg ins Büro“ gesprochen. Etwas anderes kommt nicht zur Sprache. Es liegt dort nicht im Bereich des Vorstellbaren, dass Leute früh nicht ins Büro, sondern beispielsweise ans Fließband gehen, aufs Müllauto steigen oder mit der Schippe dort weitermachen, wo sie gestern aufgehört haben.

Der amerikanische Ökonomiekritiker John Kenneth Galbraith hat als einer der ersten den Effekt bemerkt, dass die Unterschichten zu (relativ gesehen) schlechter Bezahlung auch noch Spott und Verachtung für das miese Image ihrer Jobs ernten.
Die linke Republik ist nicht einmal in oppositioneller, d.h. anti-neoliberaler, Attitüde in der Lage, den ideologischen Schein zu durchbrechen. Alles so schön bunt und sauber hier. Verarmung muss mit Hinweis auf raffgierige Banker begründet werden, damit also, dass einige andere so irrsinnig viel mehr haben, als die, die, nun ja, durchaus weniger haben als der Kritiker. In problematischen Verhältnissen lebende Menschen sind sowohl der FAZ als auch der sozialkritischen Linken unbekannt.

Und wo bleibe ich? Mit einem Einkommen, das weder zu highlife, noch zu Klassenkampf mit Trillerpfeife wirklich berechtigt, von mir aber auch nur 30 h pro Woche Einsatz verlangt? In einem Job, der mal unglaublich hart, mal sehr easy ist?
Ich möchte Teil einer Differenzierungsbewegung sein.

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Wir müssen ein patriarchalisch sorgendes Verhältnis zum Tier einnehmen, denn nur wir (nicht die Tiere!) haben einen Begriff samt Vorstellung von einer intakten Natur. Rücksichtslose Naturausbeutung verträgt sich gut mir radikaler Tierrechtlerei. Beide wollen den Menschen aus der Natur herausnehmen – als ganz Anderes soll er den totalen Zugriff auf sie haben oder gar nichts von ihr nutzen. Das widerspricht aber der menschlichen Natur, die sich die Umwelt -wegen des Instinktmangels (Gehlen)- aneignen muss (!). Ein Fan der Aufklärung muss man nicht sein, wenn man es zu dumm findet, „sich an der Aufklärung einfach vorbeizuschwindeln“ (179). Der Einwand heutiger Fortschrittler, nur die aufgeklärte Neuzeit kenne überhaupt so etwas wie schützenswerte Natur ist eben nur als Einwand gegen die Idyllisierung der Natur richtig. Als Leugnung von Natur bleibt er so steindumm, wie er im Munde irgendwelcher postmodernen Studentinnen eben klingt.
So, wie wir heute besser wissen müssen als das Tier, was für es und seine Art gut ist, uns um dieses Wissen also nicht nicht kümmern dürfen wie frühere Zeiten, ebenso müssen wir uns heute einer so schwierigen Frage stellen, wieviel Natur sein soll, wieviel von uns also gelassen werden soll (darauf weist Gernot Böhme immer wieder hin).

Verständlich zu machen ist das heute kaum.
Die großen Städte werden voller und voller, als sollten Spenglers Voraussagen in allen Einzelheiten bestätigt werden. In den Cafés der Malls liest man „Landlust“ und kommt und kommt nicht darauf, sich einmal der selten bequemen Natur auszusetzen. Vegan oder Mäckens, gern auch „und“. Natur ist das Wunderbare, Unschuldige, das uns aber dauernd etwas verbieten will; wir bemühen uns ja, aber mal muss man sich auch was gönnen können. Irgendwas ganz Unkorrektes, hihi.
Wahrscheinlich hilft nicht nur gegen den großen Schwachsinn, sondern auch gegen die kleinen Borniertheiten – der Waldgang.

von Weizsäcker, Christine: Skizzen zum Entwurf einer Landwirtschaftsphilosophie, in: Scheidewege 22, Baiersbronn, 1992/93

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KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Die Flockenblume reckt und streckt sich. Das erscheint mir so wegen der betonten Länglichkeit und Spitzigkeit der Blütenblätter. Doch eben dadurch verschwimmt mir dieses Recken auch schnell zum Flattern und dies bald wieder zurück zum Recken. Mir kommt das Sommer-Klischee in die Quere. Im Sommer flattert schließlich alles lässig vor sich hin. Im Winter ist alles Vorhandene im Recken erstarrt.
Der Dichteeindruck, den der Schnee auf den Ästen wirkt, ist viel mächtiger, als der von (Blüten-)Blattwerk mitten im Sommer. Nicht obwohl, sondern weil der Hintergrund im Winter sich weniger abhebt, als im Sommer. Weiß/grau-weiß gegen grün/blau-violett. Sogar die Abweichung steht im Winter noch zum Gesamteindruck, während im Sommer chaotische Konkurrenz herrscht („Grün und Blau / schmückt die Sau“). Soldatisch ist der Wald gestimmt – jedes Ästchen an seinem Platz, jede weiße Vorhut da, wo sie hingehört: an der Spitze bzw. obenauf. Die Flockenblume ist auf eigene Rechnung unbekümmert und versucht, so viel schweifend-flatternd in Besitz zu nehmen wie möglich.

Die Über-Fülle der Verzweigungen im Schneewald, die die Substanz des Raumes ausfüllen zu wollen scheint, hat als funktionales Pendant bei der Flockenblume: die relativ große Häufigkeit relativ langer Blütenblätter. Sowohl der Dichtigkeitseindruck der scheinbar flatternden Blütenblätter als auch die krasse Tiefenwirkung des Schneewaldes fließen aus dem Effekt des kleinsten Zwischenraums. Die quantitative Wucht der kleinen Zwischenräume baut uns den größten Raum. Man kommt gar nicht nach mit dem „Tiefe-Sehen“ und schließt auf weit größeren Materieumfang als „eigentlich“ (doch was bedeutet das hier?) vorhanden ist.

„Draw a distinction“ in einem „unmarked space“ – immer und immer wieder und ein „universe“, das da mit der ersten Unterscheidung schon „comes into being“, wird reicher und reicher, hier: immer verästelter (Zitate: George Spencer Brown). Wer’s bombastischer liebt, darf auch an Sein und Seiendes bei Heidegger denken – die Verzweigungen im unmarkierten Raum machen die Größe und Voraussetzungsgewalt dessen was ist deutlich.

Dichte, Tiefe, Räumlichkeit sind keine ausreichenden Raumverhältnisbeschreibungen, wenn die Flockenblume so locker-dicht und der Schneewald auf so starre Weise weit sein kann.

Spencer Brown, George: Laws of Form, George Allen and Unwin Ltd., London, 1969

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Dinge sehen uns an. Sie wollen in spezifischer Weise benutzt werden, ein einleibendes Verhältnis zu ihnen soll entstehen – zu unserem Nutzen.
Das Zeug (im Heidegger-Sinne) bietet sich uns, den Verständigen, dar als mit Mini-Gebrauchsanweisungen ausgestattetes Etwas. Lang geschwungene Türklinken wollen von uns, dass unsere Finger sie umschließen. Doch nicht nur das: Uns ist klar, dass die Türklinke uns den Weg ins Zimmer mit dem Wasserhahn öffnet, wir also, wenn wir trinken wollen, sie umschließen und herunter drücken müssen. Sind wir aber einmal im Bad und am Wasserhahn, hängt die Trinkmöglichkeit wieder von ganz neuen Dingen ab (Hahn aufdrehen…usw.).

Demente haben keine oder höchstens sehr eingeschränkte Verweisungs- (d.h.: Sinn-)horizonte. Das „Um-Zu“ bei den Dingen trägt sie nicht darüber hinaus bzw. hat nicht zuvor so auf sie gewirkt, dass sie zu den Dingen getragen werden, sondern steckt in den Dingen selbst fest – nur dort.
Demente machen nicht das Naheliegende, wie es hilfreich für die Lebensführung wäre, sondern das Nächstliegende, wie es hilfreich für den Augenblick ist.
Mit Klinken öffnet man Türen: Also machen sie Türen auf und zu; Schubkasten enthalten etwas Aufbewahrtes – man kann es ausräumen und wieder einräumen; leere Tassen lassen sich befüllen, volle ausschütten; geht man an einem Lichtschalter vorbei, wird der gedrückt – an oder aus, ist unwichtig, aber: er wird nicht bspw. abgeleckt oder gestreichelt.
Das heißt: Kaum werden Gegenstände fehlbehandelt; sie werden meist dauerbehandelt oder ignoriert. Es gibt keine Einbindung in ein Vorher und Nachher mehr.
Konsequenz für die Betreuung könnte sein: Demente mit körperlichen Einschränkungen, die bspw. nur noch im Rollstuhl sitzen können, könnten Freude an kleinen Gegenstandsausrissen des Alltags haben – bspw. Knopfleisten, Reißverschlüsse, Schalter, Töpfe mit Deckeln…
All das, das seine Erklärung auf der Außenseite trägt – also weder rein künstlich, noch banal (wie bspw. ein Stein) ist, eignet sich für den Umgang der Dementen mit – Sinn.

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Könnte eine Ursache für die Erfindung von Schießpulver und Handfeuerwaffen evtl. zunehmender Ekel der Menschen voreinander gewesen sein? Feinde mochten plötzlich einander nicht mehr berühren und konnten sich nun endlich auf Distanz niedermachen. Und liegt nicht vielleicht hier auch eine Wurzel des Weltanschauungskriegers für den Ritterlichkeit undenkbar ist? Der, der tut, was seiner Ideologie gemäß getan werden muss, kann im anderen schon nicht mehr den Leib-Menschen erblicken, sondern nur noch das gefährliche Körper-Ding.
Spekulieren wir weiter: Barbarei kann Kampf und Scharmützel dann ablösen, wenn sich die leibliche Dimension verliert, die intuitive Sicherheit, dass auch die Natur des Anderen im Spüren von Spannung und Schwellung liegt.
Die dritte Stufe: Der Ekel stellt sich schon beim puren Anblick ein. Cyberkriege ersparen auch den noch. Keinerlei Einleibung mit menschlichen Gegenübern ist mehr nötig.

Turniere – Ritter zu Pferd, bewaffnet mit Lanzen, angetan mit Rüstungen – und auch die Wirtshauskeilereien vergangener Zeiten haben dagegen fast etwas von Liebesspielen.

Einleibung, Spannung und Schwellung sind Begriffe aus der Neuen Phänomenologie von Hermann Schmitz.

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Konsens bei den Fortschrittlichen im Lande: Die Technik ist nicht schuld. Technikkritik ist konservativ, deutsch, tendenziell faschistisch. Sicherlich, es gebe schlimme Auswirkungen technischer Erfindungen, doch die Verantwortung dafür trügen nun mal die Menschen, die sich in bestimmten gesellschaftlichen Verhältnissen so und nicht anders verhielten.

Nun sind unsere modernen Aufgeschlossenen aber selbst mit sich uneins: Amerika empfehlen sie den Verbot von Schusswaffen, gäbe es diese nicht mehr frei zu kaufen, würde auch die Zahl der Getöteten sinken. Ach, die Schuld hängt jetzt doch am Ding? Und ich dachte, das Verhalten der Menschen sei das Problem, nicht die Waffe als solche? Das sei ja nun spitzfindig, wendet man mir ein, eine Waffe gäbe es nur zum Töten. Und überhaupt: Ich solle doch bitte nicht mit so abseitigen Beispielen kommen.

Beim Auto ist wieder alles in Ordnung:
Die Verkehrstoten gehen aufs Konto der mangelnden Vorsicht der Leute beim Fahren; wer in Analysierlaune ist, führt die vielleicht noch auf die kapitalistische Arbeitshetze zurück, dann ist aber auch Schluss. Keinesfalls wohnt der Form dieses Fortbewegungsmittels als solchem die Zerstörung inne.
Zwei meiner Kollegen im Gespräch: Man möchte sich den Spaß am Autofahren nicht durch Automatikgetriebe verderben lassen. In ihrem engeren Umfeld ist die erwachsene Tochter einer Kollegin bei einem Frontalzusammenstoß getötet worden. Die Chefin dieser Kollegin hat nach einem Unfall längere Zeit im Koma verbracht. Der Sohn einer Putzfrau ist in psychologischer Behandlung, weil er einen Menschen angefahren hat; dessen Prognose ist noch unklar.

Man muss sich eben vorsehen.

Ich gucke verwundert. Sie gucken verwundert zurück. Ein Lachen löst alles auf – ich bin eben der Öko. Dass ich manchmal so begriffsstutzig bin, wird mir nicht weiter übelgenommen.

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Pendant zum Sexismus: Einst bestand Rassismus darin, Menschen rassisch abzuwerten, danach war Rassismus, sichtbare Unterschiede im Erscheinungsbild von Menschengruppen auf Rassen zurückzuführen (1. Stufe: Es galt als Dummheit, so zu reden. 2. Stufe: Es galt als böse, so zu reden.), heute ist Rassismus, die genannten „sichtbaren Unterschiede“ überhaupt zu sehen.
Die abgewichsten Fortschrittler wollen, das wir unseren Augen, Ohren und Händen nicht mehr trauen, Hautfarben nicht mehr wahrnehmen.
Schwarze oder weiße Haut ist für jeden erkennbar; nicht jeder erkennt jedes schwarz als schwarz oder jedes weiß als weiß und jede der vielen Zwischenstufen als eine solche – aber er erkennt Farbunterschiede, die er zur Beurteilung des Gegenübers einsetzen darf und sollte wie die Form von dessen Mund.

Es muss uns nicht wundern, dass der metaphysische Krimskrams und der gnadenlose Wahrheitsterror, mit denen uns völlig aus dem Ruder gelaufene Naturwissenschaften, Philosophie und Soziologie peinigen, dazu führt, dass immer mehr Leute nichts mehr erfahren wollen und dass nicht wenige, denen Erfahrung sich geradezu aufdrängt, die Sinne vor ihr verschließen.

Dass „Grün“ erregende bis liebliche Qualitäten haben, drückend bis frühlingshaft wirken kann, muss bei der exakten Fassung seines Wesens – ein durch Wellenlänge und Frequenz wohl definierter Bereich – zum Verschwinden gebracht werden.
So werden Farben plötzlich gleich, sie alle sind ja Wellenlänge und Frequenz. Und seit Jahrtausenden ist bekannt: Wo alles gleich ist, ist alles tot. Im „unmarked space“ (Spencer Brown), im unterschiedslosen Raum, wo nichts diskriminiert wird, ist eben Seiendes überhaupt nicht, sondern vielmehr – nichts.
So gerne wollte man hinter dem Spuk, zu dem man die Phänomene gemacht hat, das wirklich Neue schauen und entdeckt doch nur immer wieder – Zahlen. Die sind überprüfbar und berühren niemanden.

Das wollen wir nicht mitmachen – wir wollen frohgemut Differenzen in den Raum semmeln, in den wir gestellt sind und sind gespannt auf das, was passiert. Wir wollen noch etwas erfahren – die Phänomene wollen wir retten. Martin Wagenschein schreibt:
„Phänomene können nicht mit schon isoliertem Intellekt, sie müssen mit dem ganzen Organismus erfahren werden. (…) Auch auf höheren und späteren Stufen der Abstraktion muss der Durchblick und die Führung mit den Phänomenen und der Rückweg zum Umgangssprache [sic!] immer offengehalten werden.“

Wollen wir Gewissheit jenseits der Naturwissenschaft, dann philosophieren wir aus dem, was wir selbst sind – unserem spürbaren Leib.

Ist nicht merkwürdig, dass ein katholischer Blogger sich über das Dahinter-Denken aufregt? Ist für ihn dahinter nicht ganz klar – Gott? Sicherlich, nur Gott ist nun mal niemand, dessen Wesen entlarvenden Bemühungen grundsätzlich offensteht. Zumindest für einen Katholiken nicht.

***

Ich will enden mit drei Absagen an den Verdacht. Sie stammen von Philipp Poisel, dem alten Goethe und Niklas Luhmann:

Wer braucht schon Worte, wenn er Hände hat, wenn er Hände hat zum fühln…

Man suche nur nichts hinter den Phänomenen: sie selbst sind die Lehre. (93)

Und was steckte dahinter? Gar nichts!

Goethe, Johann Wolfgang: Maximen und Reflexionen, dtv, München, 2006

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